Mietobergrenze Kreis Nordfriesland – Wie lange wollen sich das die Leistungsbezieher noch gefallen lassen?

Das „Konzept“ ist schon älter, die Mieten wurden zuletzt zum 01.04.2016 angehoben.

Was in den Köpfen der Leistungsbezieher noch nicht so richtig angekommen ist, ist der Umstand, dass das Konzept eben kein „schlüssiges Konzept“ im Sinne der BSG-Rechtsprechung ist und daher keine Gültigkeit hat. So hat dies jedenfalls das Schleswig-Holsteinische Landessozialgericht bereits im Mai 2016 beschlossen. Der Kreis scheiterte mit der Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundessozialgericht.
Die angemessenen Mieten im Kreis Nordfriesland bestimmen sich daher nach dem Wohngeldgesetz zzgl. eines 10 %igen Zuschlags – und da haben sich die Beträge bereits zum 01.01.2016 kräftig erhöht und Husum und Sylt sind anders zu beurteilen als die anderen Bereiche.

Für alle Bereiche (außer Föhr und Amrum) ergibt sich damit ein deutlicher Unterschied zwischen den anerkannten Kosten und den tatsächlich angemessenen Kosten. Besonders deutlich ist es auf Sylt. Dort bekommen Leistungsbezieher 200 bis 300 Euro weniger an Miete gezahlt, als ihnen zustehen würde.

 1 P2 P3 P4 P5 P6 P
Sylt ab April 16368 €388 €451 €616 €894 €989 €
WoGG ab Jan 16574,20 €696,30 €828,30 €966,90 €1.104,40 €1.243 €

Die Liste für den gesamten Kreises Nordfriesland finden Sie hier:

Mietobergrenzen Kreis Nordfriesland

Was können Sie tun?
Wenn Ihre tatsächliche Miete nicht übernommen wird und innerhalb der eben dargestellten Grenze liegt, hat Ihr Fall ausgezeichnete Erfolgsaussichten.

Sie brauchen unsere Unterstützung? Aber gern.
Rufen Sie uns an!

 

 

Print Friendly
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kosten der Unterkunft, Sozialrecht und getagged , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*